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MiD 2023: Carsharing-Haushalte seit 2017 fast verdoppelt

Das BMV hat heute den Bericht zur Studie MiD 2023 veröffentlicht. Die Studie zeigt: Die Zahl der Haushalte mit Carsharing-Mitgliedschaft stieg seit 2017 deutlich an. Carsharing-Nutzer*innen sind multimodal unterwegs, besitzen seltener einen privaten Pkw und fahren deutlich häufiger mit Fahrrad und ÖPNV.
Im Rahmen der Studie Mobilität in Deutschland werden seit 2002 bundesweite Befragungen von Haushalten zu ihrem alltäglichen Verkehrsverhalten durchgeführt. Zuletzt wurde die Studie 2017 durchgeführt. Heute hat das BMV den Abschlussbericht der MiD 2023 veröffentlicht.

Anstieg der Carsharing-Mitgliedschaften in deutschen Haushalten
Der Anteil an Haushalten mit einer Carsharing-Mitgliedschaft liegt im Jahr 2023 bei 9 Prozent. Das entspricht rund 3,7 Mio. Haushalten. Im Vergleich zu 2017 ist das fast eine Verdopplung (+ 1,7 Mio. Haushalte). Am weitesten verbreitet sind Carsharing-Mitgliedschaften in Metropolen und Großstädten. In Berlin und Hamburg ist rund jeder dritte Haushalt zum Carsharing angemeldet. Aber auch in Mittelstädten nutzen mittlerweile 6 Prozent der Haushalte Carsharing.

Geringer Anteil des Carsharing auf Wegeebene
Der Anteil des Carsharing an allen in Deutschland zurückgelegten Wegen ist mit weniger als 0,1 Prozent gering. Das ist eine gute Nachricht, denn es zeigt: Menschen, die Carsharing nutzen, haben zwar Zugang zu einem Pkw, aber sie nutzen ihn deutlich seltener als die übrige Bevölkerung. Stattdessen fahren sie häufiger mit dem Fahrrad und dem ÖPNV.

Carsharing-Haushalte besitzen seltener einen privaten Pkw
In Deutschland verfügen 71 Prozent der Haushalte über mindestens einen privaten Pkw. Bei den Carsharing-Kund*innen ist der Autobesitz je nach genutzter Carsharing-Variante unterschiedlich: 52 Prozent der Haushalte, die stationsbasiertes Carsharing nutzen, besitzen keinen privaten Pkw. Von den Haushalten, die free-floating Carsharing nutzen, besitzen 35 Prozent kein eigenes Auto.

Nutzer*innen des stationsbasierten Carsharing sind besonders umweltfreundlich mobil
Nutzer*innen des stationsbasierten Carsharing sind besonders häufig mit dem Fahrrad und dem ÖPNV unterwegs. In einem Pkw sitzen sie seltener als die Vergleichsbevölkerung. In einer durchschnittlichen Woche nutzen nur 27 Prozent einen Pkw, während es in der Gesamtbevölkerung 56 Prozent sind. In der Gruppe der free-floating Nutzer*innen ist der Unterschied zur Vergleichsbevölkerung weniger ausgeprägt, in einer normalen Woche fahren 48 Prozent mit dem Auto.
Link zur MiD 2023: www.mobilitaet-in-deutschland.de/publikationen2023.html
Mehr zur verkehrsentlastenden Wirkung von Carsharing: https://carsharing.de/verkehrsentlastung-klimaschutz

Über den bcs: 

Der Bundesverband Carsharing e.V. (bcs) ist der Dachverband der deutschen Carsharing-Anbieter. Ziel des Verbandes und seiner Mitglieder ist es, den Autobestand und Autoverkehr zu vermindern und die Umweltbelastung durch den motorisierten Individualverkehr zu verringern. Der bcs fördert Carsharing als Teil einer ressourcenschonenden und klimaneutralen Mobilität in enger Zusammenarbeit mit den weiteren Akteuren des Umweltverbunds.
Weitere Informationen zum Thema Carsharing, zum Städteranking und zu den politischen Forderungen des bcs finden Sie auf carsharing.de.

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